Die HASA Pizza-Fabrik in Burg wird größer: 9 Millionen Euro werden derzeit in ein neues Tiefkühl-Hochregallager und in die Erweiterung der Produktionsanlagen investiert. Anschließend soll für 4 Millionen Euro eine zweite komplette Produktionsanlage errichtet werden. Die Burger wollen dann pro Jahr rund 100 Millionen Tiefkühlpizzen herstellen, im vergangenen Jahr haben sie 48 Millionen Pizzen ausgeliefert.

Burg. "Im vergangenen Jahr kam der Durchbruch", berichtet Andreas Czayka, der zusammen mit Holger Pitsch die Geschäfte bei HASA führt. "Wir haben mehr Nachfrage als Kapazität." Und deshalb wird jetzt angebaut. Im August soll das neue Tiefkühl-Hochregallager mit bis zu 5000 Stellplätzen für Europaletten in Betrieb gehen. Dort können dann etwa 3,5 Millionen Pizzen eingelagert werden.

Mit der zweiten Produktionsanlage soll die Kapazität dann auf 100 Millionen Tiefkühlpizzen im Jahr gesteigert werden, berichtet Czayka. Die Mitarbeiterzahl soll von jetzt 112 auf 150 steigen. Dann werde "im geregelten Drei-Schicht-System gearbeitet". Derzeit gehe es in vier Schichten rund um die Uhr – um die gemeinsamen Wochenenden mit den Familien stehe es da oft schlecht, "aber die Mitarbeiter wissen, das hat bald ein Ende".

Eingestiegen war HASA 2006 ganz klein – mit 2,5 Millionen Pizzen im Jahr. Mit Unternehmer- und Gründerpreisen oder dem exorbitant hohen Wert von 99,8 Prozent Erfüllung der Anforderungen bei der IFS-Zertifizierung (International Food Standard) konnten Czayka und Pitsch zwar manchen Verkäufer beeindrucken, auch die vorgezeigten Pizzen überzeugten, bis zu den Vertragsabschlüssen mit Handelsriesen war es dennoch oft ein weiter Weg. Die Pizzabäcker mussten erst einmal zeigen, dass sie nicht nur ein paar gute Muster vorweisen, sondern gute Qualität in großen Mengen liefern können, und sie mussten Vertrauen gewinnen. "Solch ein Prozess dauert zwei bis drei Jahre" , so Czayka.

Inzwischen haben sich die Burger einen Namen gemacht. Im vergangenen Jahr haben sie 48 Millionen Tiefkühlpizzen produziert, in diesem Jahr sollen es schon 57 Millionen sein. Im Segment der Handelsmarken haben die Burger bereits einen Marktanteil von 12 Prozent, der Gesamtmarktanteil liegt bei 6 Prozent – bei Markenprodukten haben Dr. Oetker und Wagner die Nasen ganz weit vorn.

Mehr als 90 Prozent der Pizzen werden als Eigenmarken für den Handel produziert. Von der Lieblingspizza der Deutschen, der Salamipizza, stellt HASA etwa 20 verschiedene Varianten her.

Präsenz in der Region zeigt HASA mit der eigenen Marke "Italissimo". Die gibt es bisher in sechs Sorten. In diesem Jahr kommen fünf neue hinzu, "The Red Line", die rote Linie mit besonderer Rezeptur, die Listungen sind schon durch. Antipasti und Chicken Döner gibt es als Belag, Salami pikant oder Rucola/Balsamico. Wer es süß und scharf zugleich mag, greift vielleicht zur Pizza Thai Sweet Chili. Mit der Italissimo ist HASA in Sachsen-Anhalt vor allem bei Edeka, in Netto-Supermärkten und bei Marktkauf vertreten.

Dass es die Burger geschafft haben, sich das Vertrauen des Lebensmitteleinzelhandels und die Gunst der Verbraucher zu erobern, begründet Czayka mit strengen Qualitätskriterien und technologischem Vorsprung. Czayka führte die Verwendung hochwertiger Zutaten an und die lange Ruhezeit, die dem Hefeteig gegönnt wird. Auf weitere Backtriebmittel wird verzichtet. Und vorgebacken werden die Pizzen auf Marmorplatten.

"Wir haben traditionelles Bäckerhandwerk und industrielle Pizzaproduktion verbunden", betonte Czayka. "Andere haben da inzwischen nachgezogen, aber wir bleiben auch nicht stehen und entwickeln uns weiter. Unseren Technologievorsprung lassen wir uns nicht nehmen."

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