Mit 73 Unternehmen und Verbänden, mit bewährten und neu entwickelten Produkten sowie touristischen Angeboten wird sich Sachsen-Anhalt auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin präsentieren. Vom 21. bis 30. Januar stellen sie sich in den Messehallen unter dem Funkturm Verbrauchern und dem Fachpublikum.

Magdeburg. Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU) bezeichnete Sachsen-Anhalts Ernährungswirtschaft gestern als Flaggschiff in Sachsen-Anhalt. Die Branche habe sich im vergangenen Jahr erholt und positiv entwickelt, der Umsatz sei um fast 5 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro gestiegen. Bei der Beschäftigtenzahl habe es einen Zuwachs um 2 Prozent auf 21 750 gegeben.

Der Dioxinskandal werde auf der diesjährigen Grünen Woche das beherrschende Thema sein, sagte Aeikens, und in diesen Tagen fänden etliche Konferenzen statt – mit Futtermittelexperten, mit den Staatssekretären und Ministern aus dem Verbraucherschutz, mit Agrarministern von Bund und Ländern. Alles drehe sich darum, den Verbrauchern mehr Sicherheit zu geben.

Sachsen-Anhalts Ernährungsbranche könne sich sehen lassen, betonte Agrarmarketingchef Thomas Lange. Mit einer Ausstellung zur Entwicklung des ländlichen Raums, mit einer Ausstellung zur Ökomenta und der Vorstellung von drei landwirtschaftlichen Betrieben, die sich erfolgreich dem neuen BQM-Zertifizierungsverfahren gestellt haben (Basis-Qualitäts-Management), werde das auf der Grünen Woche dokumentiert. Was sie aus den guten Rohstoffen vom Feld und aus dem Stall herstellen, zeigen 35 Unternehmen der Ernährungswirtschaft. Sie nutzen den Markt Berlin, um ihre Neuentwicklungen zu testen. Lange nannte als Beispiele Fruchtkuchen vom Backmischungen-Hersteller Kathi aus Halle, alkoholfreien Rosè-Sekt von Rotkäppchen, neue Harzer Würste von Keunecke Feinkost aus Ballenstedt, einen süßen Berlin-Gruß vom Schokoladen-Produzenten Argenta und Halberstädter Kaminrauch-Würste im Frischepack. Laut Lange bringen mindestens 20 Unternehmen Produktinnovationen mit.

Zum ersten Mal auf der Grüne-Woche-Präsentation dabei ist Cheese Oriental, ein irakischer Käsebetrieb mit Sitz in Jessen im Landkreis Wittenberg. Bemerkenswert findet Lange auch, dass sich 17 Direktvermarkter dem anspruchsvollen Publikum aus Berlin und aller Welt stellen. Zwei kleine Kaffeeröstereien, der Ziegenhof Rodersdorf, der Alpakahof Zernitz, die Imkerei Sperfeldt aus Burg, das Kürbuisdepot aus Dessau und der Stutenmilchhof Freudenhagen aus Jerichow werden die Sachsen-Anhalt-Präsentation bereichern.

Von Anfang an und damit zum 21. Mal dabei sind die Kathi Rainer Thiele GmbH aus Halle, Bördekäse Vahldorf, die Salzwedeler Baumkuchen und Halberstädter Würstchen. Sachsen-Anhalt stellt sich den Besuchern wieder auf 2000 Quadratmetern in der Halle 23b vor sowie mit sieben Unternehmen in der Gemeinschaftshalle 20.

Den Ländertag und Länderabend am 24. Januar werde die Branche nutzen, um über die Landesgrenzen hinweg Kontakte zu knüpfen. Die Gästeliste sei umfangreich und der Rücklauf der Anmeldungen gut, sagte Aeikens. Meinung

 

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