Berlin (dpa) l Die Preise für Ackerland in Sachsen-Anhalt steigen weiter und liegen deutlich über dem Durchschnitt in Ostdeutschland. Das geht aus der am Donnerstag in Berlin vorgestellten Jahresbilanz der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) hervor. Demnach kosteten ein Hektar Acker und Grünland im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt im Durchschnitt 19356 Euro. Im Jahr 2012 waren es noch 17392 Euro. Der Durchschnittswert im Osten lag bei 15411 Euro. Das waren 12 Prozent mehr als 2012. Die BVVG ist die Gesellschaft des Bundes zur Privatisierung von Agrarflächen der DDR.

Spitzenpreise von 38500 Euro pro Hektar wurden in der Magdeburger Börde gezahlt. Wie die Gesellschaft weiter mitteilte, stehen in Sachsen-Anhalt noch 48000 Hektar Acker und Grünland sowie 4000 Hektar Forst zum Verkauf. Derzeit gebe es Verhandlungen mit dem Land über den Erwerb dieser Flächen.

Die BVVG verkaufte 2013 im Osten rund 36100 Hektar Ackerland und 15100 Hektar Wald. Damit erzielte sie einen Überschuss von 436 Millionen Euro. Die Arbeit in den schwierigsten Geschäftsfeldern - dem Verkauf an Alteigentümer oder Pächter sowie dem Verkauf von Wald - werde bis 2015 erledigt sein, sagte Geschäftsführer Detlev Hammann.