Kassel/Magdeburg (dpa/ts) l Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S sucht neue Abbaugebiete. Der Dax-Konzern erschließt derzeit mit dem Projekt "Legacy" eine neue Mine in Kanada. Die Kasseler wollen sich für das absehbare Ende der zunehmend ausgebeuteten deutschen Bergwerke wappnen.

Trotz der Investitionen in Kanada in Höhe von rund drei Milliarden Euro will K+S mit einem Sparpaket den Gürtel enger schnallen. In den nächsten drei Jahren sollen 500 Millionen Euro gespart werden - möglichst ohne Entlassungen. "Bei K+S droht keine Kündigungswelle", versicherte Steiner im Interview mit der "Welt am Sonntag". K+S betreibt auch das Kaliwerk in Zielitz mit rund 1800 Beschäftigten.

Ein Konzernsprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass K+S auch prüfe, eine 1987 aus Rentabilitätsgründen geschlossene Lagerstätte im Kreis Hildesheim (Niedersachsen) zu reaktivieren. Das Genehmigungsverfahren dauere aber voraussichtlich noch bis 2016. Derzeit stehe K+S bei dem Projekt vor dem sogenannten Planfeststellungsverfahren.

Zunächst aber will sich K+S auf Kanada konzentrieren. 2016 soll die Produktion dort beginnen; zum Start mit einer Kapazität von rund zwei Millionen Tonnen im Jahr, später mit vier Millionen Tonnen pro Jahr. "Der Abbau in Kanada kostet deutlich weniger als das, was wir im klassischen Bergbau derzeit in Deutschland aufwenden", sagte Vorstandschef Norbert Steiner.