Frankfurt/Main (dpa) l Für die Deutsche Bank kommt es knüppeldick: Deutschlands größtes Geldhaus schockiert Anleger und Experten mit einem Milliardenverlust zum Jahresschluss. 2013 stand zwar unterm Strich ein Gewinn. Dieser blieb mit 1,1 Milliarden Euro aber weit unter den Erwartungen von Analysten, die bei mehr als 3 Milliarden Euro lagen.

Die Ursachen liegen nicht nur bei Fehlern in der Vergangenheit, sondern stammen auch aus dem schlechter verlaufenden Investmentgeschäft, das einst hohe Summen eingefahren hatte. Am Montag war die Aktie des Instituts mit einem zwischenzeitlichen Minus von knapp 5 Prozent größter Verlierer im deutschen Leitindex Dax.

Von Oktober bis Dezember 2013 stand bei dem Institut unterm Strich ein Fehlbetrag von fast einer Milliarde Euro. Vor Steuern erwirtschaftete Deutschlands größtes Geldhaus ein Minus von knapp 1,2 Milliarden Euro. Die Zahlen sind vorläufig. Die zahlreichen juristischen Streitigkeiten etwa wegen windiger Hypothekengeschäfte in den USA vor der Finanzkrise sowie der Beteiligung an den Manipulationen bei wichtigen Zinssätzen kosteten die Bank im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden Euro. Für weitere Prozesse hat die Bank zusätzlich 2,3 Milliarden Euro zurückgelegt.