Magdeburg l Angesichts steigender Mitgliedszahlen und Rekordeinnahmen will die IG Metall in diesem Jahr gegenüber der Politik noch selbstbewusster auftreten. Von der Großen Koalition in Berlin verlangt sie, den Missbrauch von Werkverträgen einzudämmen.

IG-Metall-Chef Detlef Wetzel forderte am Dienstag, dass Betriebsräten mehr Mitbestimmungsrechte beim Einsatz von Werksverträglern eingeräumt werden müssten. Hintergrund ist, dass Firmen zunehmend Werkverträge nutzen, um Arbeitskräfte über Subunternehmer zu beschäftigen. Sie sparen sich damit Lohnkosten und unterlaufen Schutzbestimmungen von Tarifverträgen.

Darüber hinaus berichtete Wetzel, dass die IG Metall das dritte Mal in Folge bundesweit einen Mitgliederzuwachs verzeichnet hat. 2013 waren 2,27 Millionen Menschen Mitglied, 2000 beziehungsweise 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die IGMetall konnte auch mit 499 Millionen Euro Rekordeinnahmen verbuchen.

Besonders stark ist der Mitgliederzuwachs in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ausgefallen, er betrug 0,6 Prozent. Ein Sprecher des IG-Metall-Bezirks erklärte auf Volksstimme-Anfrage, der "Kampf gegen Leiharbeit" und wachsendes Selbstbewusstsein bei begehrten Fachkräften seien hierfür ausschlaggebend. In Sachsen-Anhalt vertritt die IGMetall rund 35000 Mitglieder, in Niedersachsen gut 241000.