Berlin (dpa) l Zufrieden haben sich die 82 Aussteller aus Sachsen-Anhalt mit der Beteiligung an der Grünen Woche in Berlin gezeigt. "Das breite Angebot in der Sachsen-Anhalt-Halle hat viele Besucher überzeugt", sagte Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU).

Kleine regionale Anbieter, attraktive Stände und kreative Produkte hätten den Nerv der Besucher getroffen. Wie es hieß, gingen 2000 Teller Erbsensuppe, mehr als 10 000 Gläser Bockwurst, 930 Kilogramm Baumkuchen, 3300 Tuben Kaviarcreme und 5000 Pakete Backmischungen über die Messetheken. Zudem seien 23 330 Gläser Sekt ausgeschenkt und 1250 Flaschen Wein verkauft worden.

Insgesamt kamen in diesem Jahr etwa 410 000 Besucher zur Agrarmesse Grüne Woche in Berlin. Das ist ein Plus von etwa 3000 im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl wurde am Sonntag noch einmal nach oben korrigiert - es sei am letzten Tag der Messe schon vormittags noch einmal richtig voll gewesen, sagte Messesprecher Wolfgang Rogall. "Wir sind sehr sehr zufrieden." Das gelte auch für den Umsatz: Jeder Besucher gab für Speisen, Getränke und Bestellungen durchschnittlich 114 Euro auf der Messe aus, wie er schätzte. Der Umsatz der Aussteller belaufe sich auf insgesamt 47 Millionen Euro - das sei Rekord, sagte Rogall.

Auch Bauernpräsident Joachim Rukwied sprach von einem Erfolg der Messe. "Sie hat sich zu einer internationalen agrarpolitischen Diskussionsplattform entwickelt." In diesem Jahr waren 1650 Aussteller aus der Rekordzahl von 70 Ländern auf der weltgrößten Agrarmesse präsent.

Parallel zur Messe hatten aber auch mehrere zehntausend Menschen in Berlin dafür demonstriert, dass Bauern und Ernährungsindustrie Tiere und Klima besser schützen. In den Folgetagen kam es unabhängig davon auf dem Messegelände zu kleineren Protestaktionen der neuen Initiative "Grüne Woche demaskieren".

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