Barleben l Der Sondermaschinenbauer Symacon präsentiert sich in diesen Wochen in guter wirtschaftlicher Verfassung. "Die Auftragslage ist sehr gut. Wir sind für dieses Jahr zu 80 Prozent ausgelastet", freut sich Geschäftsführer Detlef Mlynek im Volksstimme-Gespräch.

Symacon entwickelt und baut mit 72 Mitarbeitern kundenspezifische Fertigungsanlagen insbesondere für die Automobilzulieferindustrie. Dabei geht es unter anderem um Montagelinien, das Handling und Prüfen von Teilen oder die Beschickung und Verkettung von Werkzeugmaschinen. Im Hause Symacon hergestellte spezielle Bildverarbeitungslösungen werden auch bei der optischen Qualitätskontrolle eingesetzt. Dabei werden Teile von Kameras mit Spezialobjektiven unter die Lupe genommen und beispielsweise im Fertigungsprozess vermessen.

Von den zirka neun Millionen Euro Jahresumsatz wickelt Symacon 80 Prozent in der Automobilzulieferbranche ab. Unternehmen wie KMB in Zerbst, ThyssenKrupp in Schönebeck, GAW in Wernigerode oder PLR in Magdeburg gehören seit Jahren zum Kundenstamm von Symacon.

Der Erweiterungsbau, in den Symacon 1,3 Millionen Euro investiert, sei nötig geworden, um das Wachstum des Unternehmens verstetigen und absichern zu können, begründete Mlynek das neue Investment. "Zudem werden wir die Effektivität der Produktion wie auch der logistischen Abläufe deutlich erhöhen können." Dem soll beispielsweise der Einbau einer Kranbahn dienen.

Das Unternehmen - der Firmenname steht für "Systeme Automation Control" - war aus dem 1971 gegründeten Magdeburger Forschungs-, Entwicklungs- und Rationalisierungsbetrieb für Schwermaschinen- und Anlagenbau (FER) hervorgegangen und 1993 von leitenden Angestellten übernommen worden.

Symacon ist es gelungen, jetzt auch größere Projekte in Auftragswerten von bis zu 1,5 Millionen Euro umsetzen zu können. "Früher waren wir deutlich kleinteiliger aufgestellt", sagte Mlynek. Als Beispiel für die breitere Produktpalette nannte er die Lieferung von zwei Montagelinien für Ausgleichswellen für ein Volkswagen-Werk in China. "Der Schritt ins Ausland war für uns ganz wichtig", betonte der Geschäftsführer auch mit Blick auf ein dem Unternehmen "sehr gut zu Gesicht stehendes Referenzobjekt". Montageanlagen von Symacon laufen auch bei VW in Polen.

Einen weiteren Entwicklungssprung habe das Unternehmen mit einer mobilen Roboterplattform zur Beschickung von Werkzeugmaschinen gemacht. Mit deren Hilfe sind flexible automatisierte Be- und Entladungskonzepte für unterschiedliche Teilespektren und Bearbeitungsarten wie Schleifen, Drehen oder Fräsen möglich.