Klein Wanzleben. Im Nordzuckerwerk Klein Wanzleben (Börde) geht die Zuckerrübenkampagne zu Ende. Der letzte Transporter hat gestern Mittag seine süße Fracht auf dem Rübenhof abgeladen. Der Lkw vom Agrartransport Haldensleben brachte Zuckerrüben von Landwirt Ebers aus Hakenstedt. Insgesamt seien 65 000 Lkw-Fuhren angeliefert worden, erzählte Rübenbürochef Axel Schönecker. Heute Mittag soll die letzte Rübe geschnitten sein, morgen rieselt der letzte Zucker ins Silo, danach werden bis Montag die Anlagen gesäubert.

Seit dem 22. September wurden in der Zuckerfabrik 1,563 Millionen Tonnen Rüben verarbeitet, 1,6 Millionen Tonnen waren ursprünglich angepeilt. Mit den Ergebnissen könne man angesichts der schwierigen Witterungsverhältnisse zufrieden sein, so Schöneckers Einschätzung. Sein Computer spuckte einen Durchschnittsertrag von 56 Tonnen Rüben pro Hektar und einen Zuckerertrag von 9,5 Tonnen pro Hektar aus.

Die höchsten Erträge erzielten die Landwirte im Harzvorland mit 59 Tonnen Rüben pro Hektar und in der Börde mit 58,5 Tonnen, der Zuckergehalt lag jeweils bei 17,1 Prozent. Bei der Zuckerausbeute brachten es die Landwirte auf 10 Tonnen pro Hektar.

Entlang der Autobahn 2 wurden im Schnitt 56,5 Tonnen Rüben geerntet, in der Elbauenregion waren es 52,5 Tonnen und in der Altmark 52,3 Tonnen. Während die Rüben an der A2 und in der Elbaue leicht unter 17 Prozent lagen, haben die Rüben in der Altmark zuletzt noch ordentlich Zucker eingelagert (17,34 Prozent). Weil die Hackfrüchte auf den leichten Böden nach der Trockenheit in der ersten Sommerhälfte besonders schlecht im Feld standen, wurde den Altmärkern zum Erntebeginn eine Aufholfrist gewährt: Zuerst wurde in Börde und Harzvorland gerodet.