München (dpa) l Der Automobilclub ADAC erwägt nach Informationen der "Wirtschaftswoche" den Verkauf von Tochterfirmen. Der Club wolle sich von Geschäftszweigen trennen, die nicht direkt zu dem Verein passen. Ein Sprecher des ADAC sagte dazu: "Ich kann es nicht ausschließen, aber auch nicht bestätigen." Dem Bericht nach prüfen derzeit sieben Arbeitsgruppen sämtliche Aktivitäten des Vereins, der mit verschiedenen Unregelmäßigkeiten in die Kritik geraten war.

Die Arbeitsgruppen untersuchen der "Wirtschaftswoche" zufolge auch, welche ADAC-Töchter "nicht in erster Linie mitgliedergetrieben sind und verkauft werden können".

Noch im Januar hatte der mittlerweile zurückgetretene Präsident Peter Meyer betont, dass der ADAC seine weit verzweigten wirtschaftlichen Aktivitäten und seine Tochterfirmen nicht infrage stellen wolle. Der ADAC-Sprecher verwies auf den Reformplan, bei dem Struktur und Organisationsform des Autoclubs überprüft und moderner und transparenter gemacht werden sollen. Daran würden die sieben genannten Arbeitsgruppen mitwirken.