Magdeburg l Die bevorstehende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stand gestern im Mittelpunkt der Frühjahrstagung des Landesverbandes Erneuerbare Energie in Magdeburg. Gastgeber war neben dem Landesverband auch der Windkraft-Anlagenbauer Enercon.

Der Verband kritisierte den vorliegenden Entwurf an vielen Punkten. Geschäftsstellenleiter Jörg Dahlke: "Zum Beispiel führt die vorgeschlagene Reduzierung der EEG-Vergütung bei Biogas auf 60 bis 70 Prozent im Vergleich zum EEG 2012 zu einem vollständigen Erliegen der Branche." Das neue Referenzertragsmodell bei der Windkraft würde gute und mittlere Standorte massiv benachteiligen. "Der Anreiz, effizientere Windenergieanlagen mit besseren Erträgen zu bauen, wird ins Gegenteil verkehrt", warnte Dahlke.

Tamara Zieschang (CDU), Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, verteidigte den angestrebten Stromtrassen-Netzausbau von den Offshore-Windparks im Norden in den Süden Deutschlands. "Es geht darum, die Erzeugerstandorte der Zukunft mit den Verbraucherstandorten zu verbinden." Kritische Stimmen aus Bayern an den Plänen wies sie zurück. "Der Netzausbau ist die Achillesferse der Energiewende. Daran darf nicht gerüttelt werden", so die Staatssekretärin.