Magdeburg (sj) l Agrarminister Hermann Onko Aeikens (CDU) hat sich erstmals für ein Verbot bleihaltiger Jagdmunition ausgesprochen. "Bleimunition ist ein Auslaufmodell", erklärte er gegenüber Radio MDR info am Mittwoch.

Aeikens bezieht sich dabei auf eine neue Untersuchung des Bundesinstitutes für Risikobewertung. Danach weist Wildbret, das mit bleihaltiger Munition erlegt wurde, signifikant höhere Bleiwerte auf als Proben von Tieren, die mit bleifreier Munition erlegt wurden. Als gefährdet gelten danach vor allem "Viel-Wildesser" wie Jägerfamilien, aber auch Kleinkinder und Schwangere.

Aeikens plädierte für eine bundeseinheitliche Regelung für das Verbot von bleihaltiger Jagdmunition. Bisher wird der Einsatz auf Länderebene geregelt, in Sachsen-Anhalt gibt es bisher kein Verbot. In den Landesforsten Brandenburgs ist bleihaltige Jagdmunition bereits seit 2013 verboten. Die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen führen das Verbot zum neuen Jagdjahr ab 1. April ein.

Die ursprüngliche Forderung nach dem Verbot von bleihaltiger Munition stammt von Umweltschützern, die auf die Blei-Belastung bei Greifvögeln hingewiesen hatten.