Wie wechseln?
Der Anbieterwechsel ist einfach und birgt keinerlei Risiken, da die Stromversorgung per Gesetz immer sichergestellt ist.
Auf der Internetplattform Verivox kann man beispielsweise einen Wechselauftrag ausfüllen und unterschrieben zurücksenden. Man kann den Vertrag auch direkt online abschließen.
In der Regel übernimmt der neue Anbieter die Kündigung beim bisherigen Versorger zum nächstmöglichen Termin.
Nach etwa drei bis sechs Wochen, beginnend am Monatsersten, erfolgt die Belieferung mit Strom durch den neuen Versorger.
www.verivox.de

Magdeburg l Strom ist im Osten Deutschlands teurer als im Westen. Das ergab eine Studie des Stromportals StromAuskunft. Analysiert wurden die Strompreise in 1437 deutschen Städten. Wie die auf dieser Grundlage hergestellte Deutschlandkarte zeigt, liegt Sachsen-Anhalt fast durchweg in jener Zone, in der die Verbraucher für den Strom am tiefsten in die Tasche greifen müssen.

In der Studie wurde auch die mögliche Ersparnis für Verbraucher bei einem Anbieterwechsel vom Grundversorger zum günstigsten Alternativanbieter vor Ort analysiert. Das dürfte für jene interessant sein, die ab 1. April mehr für Strom bezahlen müssen. 32 Grundversorger haben Preiserhöhungen angekündigt - nach Volksstimme-Informationen allerdings nicht im Norden Sachsen-Anhalts.

Generell seien die Tarife in der Grundversorgung viel zu hoch, urteilt Dr. Jörg Heidjann vom Energieportal StromAuskunft.de. Wer aus dem Grundversorgertarif in einen günstigen Tarif - ohne Vorkasse, Kaution oder Pakettarif - wechselt, spare bei einem Jahresverbrauch von 5000 kWh fast in jeder Stadt in Deutschland mehr als 300 Euro pro Jahr.

In Wernigerode zum Beispiel könnten Verbraucher beim Wechsel vom Grundversorger Eon zum günstigsten Stromanbieter bis zu 424,93 Euro im Jahr sparen. In Magdeburg betrage die Differenz zwischen den Stadtwerken und dem günstigsten Anbieter bis zu 293,95 Euro. Und wer in Osterburg von Eon zum günstigsten Anbieter wechselt, könne bis zu 399,72 Euro im Jahr sparen. Solch einen Überblick hält die Plattform für alle 1437 untersuchten Städte bereit.

"Wir finden solche Vergleiche gut", sagt Eon-Energie-Sprecherin Verena Huber auf Volksstimme-Nachfrage. Huber warnt allerdings vor Tarifmodellen, die eine Vorauszahlung verlangen, und weist auf Boni für Neukunden hin. Diese gibt es aber nicht nur bei Eon (siehe nebenstehenden Beitrag).

Die regional unterschiedlichen Strompreise sind von drei Faktoren abhängig, dem lokalen Wettbewerb, den Netznutzungsentgelten sowie dem Wechselverhalten. Die unterschiedlichen Netzgebühren haben etwas mit den Investitionen in die Netze als auch etwas mit der Bevölkerungsdichte zu tun.

www.stromauskunft.de