Düsseldorf (dpa). Von den weltweit 100 Konzernen mit dem höchsten Börsenwert kommen nur vier aus Deutschland: Siemens, BASF, VW und Daimler gehören in diese Gruppe, wie eine Analyse des "Handelsblatts" ergab.

Allerdings legte das wichtigste Börsenbarometer Deutschlands – der Dax – im Jahr 2010 mit 16 Prozent stärker zu als alle großen Börsenindizes der Welt, heißt es in der Analyse weiter.

In einem Jahr steigerten die 30 größten deutschen Konzerne ihren Börsenwert um 112 Milliarden Euro. Mit dieser Summe "ließen sich die Großkonzerne Daimler und BASF auf einen Schlag kaufen", schrieb die Wirtschafts- und Finanzzeitung.

Insgesamt steigerten die Konzerne weltweit ihren Wert um 581 Milliarden Euro auf 9,3 Billionen Euro. Neue Nummer eins ist laut der "Handelsblatt"-Auswertung der US-Ölriese Exxon mit einem Börsenwert von 276 Milliarden Euro, gefolgt vom letztjährigen Spitzenreiter und Wettbewerber Petrochina.

Die vorderen Plätze machen Rohstoff- und Informationstechnologie-Konzerne unter sich aus: Sieben der zehn wertvollsten Unternehmen fördern Öl und andere Bodenschätze oder sind in der Internetbranche aktiv.

Den spektakulärsten Satz nach vorne machte Apple. Der US-Hersteller von Computerelektronik verbesserte sich in der Rangliste der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt um zehn Plätze auf Rang drei. Den größten Sprung nach vorn aus deutscher Sicht schaffte Siemens von Platz 67 auf 42. Neu aufgestiegen sind BASF, Daimler und VW. Abgestiegen sind E.ON, Deutsche Telekom und Bayer.

Insgesamt bauten die Vereinigten Staaten von Amerika in dem Ranking ihre Spitzenposition aus. Die größte Volkswirtschaft stellt 38 Unternehmen, zwei mehr als im Vorjahr. Europa verlor zwei Unternehmen in dem Ranking und kommt jetzt nur noch auf 34 Firmen. Grund dafür sei die schwache Kursentwicklung in weiten Teilen Eurolands, hieß es weiter.