Berlin. Feinkost Reich mit Sitz in Ditfurt und Produktion in Harsleben im Landkreis Harz hat wie jedes Jahr auf der Grünen Woche in Berlin (bis 30. Januar) etwas Neues zu bieten: Diesmal ist es die Caviarcreme mit Curry-Ingwer, die mit pikanter Note das Sortiment ergänzt. Mit neuen Produkten, Verpackungsrelaunch, verlässlicher Qualität und erfolgreicher Marketingstrategie ist es der Firma gelungen, Jahr für Jahr ein Stück zu wachsen.

"2004 haben wir 50 Tonnen Fisch verarbeitet, 2010 waren es 550 Tonnen", berichtete Marketing- und Vertriebschefin Gisela Maeße. Allein im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um zehn Prozent zum Vorjahr. Die Stammbelegschaft ist um vier auf 28 Mitarbeiter gewachsen. In der Saison von Oktober bis zum Jahresende wurde die Belegschaft mit Aushilfskräften verdoppelt.

Dank der Markteinführung der Matjesprodukte im verbraucherfreundlichen 270-Gramm-Becher in den Varianten mit feiner Rauchnote, mediterran, Gartenkräuter sowie mit Schwedenhappen und Kräuterrollmops konnten neue Kunden gewonnen werden.

Das Unternehmen hat in eine neue Abpacklinie investiert und wird mit der neuen Produktgestaltung der Forderung des Handels gerecht, die Nachhaltigkeit vom Fischfang bis zur Auslieferung zu dokumentieren. "Wir können nachweisen, wie und wo der Fisch gefangen wurde", so Maeße. "Wenn wir auch künftig noch Fisch essen wollen, sind Fischfangquoten wichtig", betonte sie. Die mit der drastischen Kürzung der Fangquoten einhergehende Verknappung des Angebotes von Hering und Rogen habe aber bereits zu erheblichen Preissteigerungen geführt. "Wir rechnen damit, dass sich Fisch weiter verteuern wird", so Maeße. Dann seien auch die Preise für die Feinkostprodukte nicht mehr zu halten.

BördeKäse in Vahldorf ist ebenfalls auf Wachstum eingestellt. 2010 ist der Umsatz um eine halbe Million auf fast 6 Millionen Euro gestiegen. Der Export wurde weiter ausgebaut und in die Erweiterung der Räucherei und in eine neue Verpackungsanlage investiert. "Wir haben den besten Räucherkäse der Welt", sagte Geschäftsführer Hans-Peter Dietrich. Es werde über Buchenspänen kalt geräuchert und der Käse bleibe drei Tage in der Kammer. BördeKäse will zunehmend auch für andere Molkereien Käse räuchern und sich damit einen ordentlichen Umsatzanteil sichern.

Zur Grünen Woche hat das Unternehmen neben Bördespeck-Original die neuen Varianten Kräuter und Chili mitgebracht. Mit Käsesalat ist das Unternehmen in das Feinkostsegment eingestiegen. Beim Publikum beliebt sind außerdem die Ziegenpeter-Varianten.