Bis zu 400 Bauarbeiter sind derzeit im Terminal des neuen Hauptstadtflughafens im Einsatz. Woran sie nach Angaben der Betreiber arbeiten:

Brandschutz:Weil die Anlage nicht funktionierte, platzte die Eröffnung 2012. Zwei Jahre später klappt zwar noch immer nichts, aber nun glauben die Betreiber, die Lösung zu kennen. Sie teilen die Anlage im kritischen Bereich in drei Abschnitte. Das soll die Steuerung einfacher machen.

Kabeltrassen: Weil die zahlreichen Firmen zeitweise bauen konnten wie sie wollten, sind viele Kabelbrücken über- oder fehlbelegt. Nun werden alle Decken neu geöffnet, Kabel kilometerweise neu gezogen.

Raumnummern: Ein Teil der 4000 Räume ist falsch nummeriert, was zu neuem Chaos führen könnte, weil Türen und Lüftungsklappen den Nummern folgen. Auch das wird jetzt neu gemacht.

Restarbeiten: Von der gerissenen Kachel bis zu handfestem Baupfusch haben die Betreiber 150 000 Mängel gefunden. Hier arbeiten Firmen nach.

Schallschutz: Die Großbaustelle jenseits der Baustelle: Lange bekamen die Anwohner zu schwachen Schallschutz. Ein Gericht schritt 2013 ein, die Arbeit begann weitgehend von vorn. Es geht um Fenster, Dämmungen und Lüfter für bis zu 25 500 Wohnungen.

Sanierung Nordbahn:Der Neubau übernimmt die Piste vom benachbarten Altflughafen Schönefeld. Sie muss saniert werden, doch die Behörden verlangen zunächst den Schallschutz für die Anwohner. Geplanter Baubeginn: März 2015. (dpa)