Worauf Eltern beim Spielzeugkauf achten sollten, erklärt Wolfgang Döring vom Verein Spiel Gut, der Spielzeuge auf Schadstoffe prüft:

Mit bloßem Auge ist nicht erkennbar, ob Spielzeug Schwermetalle enthält. Als grobe Richtlinie empfiehlt er Eltern, auf den Sitz des Herstellers zu achten. Erfahrungsgemäß sei das Spielzeug aus Asien höher belastet. Bei europäischen Herstellern sei die Chance höher, dass alle Grenzwerte eingehalten werden. Auch ein einheitliches Siegel fehlt bislang. Zwar gebe es Auszeichnungen wie "TÜV-schadstoffgeprüft", Sicherheit liefere das aber nicht.

Bei Öko-Spielzeug beziehen sich die Angaben oft darauf, dass nachwachsende Rohstoffe wie Holz verwendet wurden. "Da kann dann aber ein schädlicher Lack mit Schwermetallen drauf sein", erklärt Döring. Platze der außerdem schnell ab, könne das Kind diese Stoffe schlucken, wenn es das Spielzeug in den Mund steckt. Die Bezeichnung "Ök" allein helfe Eltern nicht weiter.

Döring empfiehlt nach wie vor den Riechtest. Alles, was chemisch ausdünstet, sollte besser im Regal liegen bleiben. Wichtig ist, darauf zu achten, dass Spielzeuge abwaschbar und Stofftiere waschbar sind. (dpa)