Nürnberg l Für das erste Quartal 2014 hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für Ostdeutschland einen starken Zuwachs offener Stellen ermittelt. Demnach waren 185000 Jobs unbesetzt, 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Bundesweit fiel der Anstieg des Arbeitskräftebedarfs geringer aus. Rund eine Million offene Stellen gab es insgesamt, damit gut 13 Prozent mehr als Anfang 2013.

"Der Arbeitskräftebedarf bewegt sich in beiden Landesteilen auf überdurchschnittlich hohem Niveau, was zum Teil aber auf den sehr milden Winter zurückzuführen ist", erklärte IAB-Forscherin Anja Kettner am Donnerstag in Nürnberg. Deutliche Steigerungen zeigten aber auch weniger von der Saison beeinflusste Wirtschaftsbereiche. Im Maschinen- und Fahrzeugbau habe es bundesweit rund ein Drittel mehr offene Stellen gegeben. Auch die Aussichten sind laut dem IAB in vielen Betrieben positiv. So erwartete jeder vierte Betrieb einen Beschäftigungsanstieg, nur jeder zehnte Rückgang.