Magdeburg l Warme Witterung und niedrige Zinsen haben im ersten Quartal 2014 dem Baugewerbe in Sachsen-Anhalt steigende Umsätze beschert. Allein beim Wohnungsbau konnten die Firmen 146 Millionen Euro an Umsätzen verbuchen, das sind rund 67 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt erzielte das Baugewerbe in den ersten drei Monaten einen Umsatz von 526 Millionen Euro.

"Weil Kredite derzeit günstig sind und sich viele klassische Investments wegen niedriger Renditen nicht lohnen, legen viele Sparer ihr Geld in Häuser und Wohnungen an", erklärte Giso Töpfer, Geschäftsführer des Baugewerbeverbands Sachsen-Anhalt, am Freitag. Der Boom beim Wohnungsbau werde sich im Laufe des Jahres fortsetzen, da auch die Zahl der Auftragseingänge um 70 Prozent gestiegen sei.

Gut laufen Töpfer zufolge die Geschäfte auch bei gewerblichen und öffentlichen Aufträgen. "Das hat einerseits mit der warmen Witterung, andererseits mit der gesamtwirtschaftlich guten Lage in Deutschland zu tun." Sorgen bereitet dem Baugewerbe weiterhin der Fachkräftemangel. "Die Firmen suchen händeringend Lehrlinge, finden aber keine", erklärte Töpfer. Dabei hätte die Branche die Verdienste für Auszubildende erst erhöht.