Hamburg (dpa) l Die Kaufpreise für Ferienimmobilien an der Nord- und Ostseeküste werden in diesem Jahr nach Einschätzung des Immobilienmaklers Engel Völkers weiter leicht anziehen. Zwar pendelten sich nach einem rasanten Anstieg in vergangenen Jahren an etlichen Standorten die Preise auf hohem Niveau ein. Jedoch verteuerten sich mancherorts nachfragebedingt die Angebote für Immobilien aus der zweiten Reihe, resümierte das Maklerunternehmen aus Hamburg.

Die Beruhigung des Marktes begründete der Makler damit, dass Interessenten nicht mehr jede Preisforderung akzeptierten. Ausschlaggebend seien neben der Lage auch Ausstattung und Zustand des Hauses oder der Wohnung. Allerdings übersteige die Nachfrage nach Top-Immobilien das Angebot.

Norderney ist am teuersten

So sei auf der Nordseeinsel Föhr die untere Preisschwelle für Ein- und Zweifamilienhäuser in sehr guten Lagen durchschnittlich um 100 000 Euro auf 550 000 Euro im 1. Quartal 2014 gestiegen. Solche Top-Immobilien kosteten auf Juist 1,3 bis 3 Millionen Euro. Teuerster Standort sei Sylt mit Angeboten von bis zu 12 Millionen Euro gewesen.

In der Ostsee-Region Fischland-Darß-Zingst bewegten sich die Haus-Preise zwischen 800 000 Euro bis 3,5 Millionen Euro, auf Rügen zwischen 600 000 Euro bis 2,5 Millionen Euro - getoppt von Usedom mit bis zu 5,0 Millionen Euro. Die Quadratmeterpreise von Eigentumswohnungen in sehr guten Lagen reichten im 1. Quartal 2014 von durchschnittlich 7 500 Euro auf Usedom bis zu 13 000 Euro auf Sylt. Spitzenreiter war Norderney mit bis zu 14 000 Euro pro Quadratmeter, wie aus dem Marktbericht hervorgeht. Auf den ostfriesischen Inseln würden derzeit Neubauprojekte verwirklicht, was dem Markt dort ein wenig den Preisdruck nehme.