Magdebur. Eine Wirtschaftsdelegation aus der Region Krasnodar besucht derzeit Sachsen-Anhalt. Die unter der Leitung des für Wirtschaft zuständigen Vizegouverneurs, Alexej Agafonow, angereisten Gäste aus Südrussland gehören verschiedenen Krasnodarer Universitäten und der Stadt- und Gebietsadministration an. Sie interessieren sich insbesondere für die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Bereiche Investition und Innovation. Offiziell empfangen wurde die Delegation gestern in Magdeburg von Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU).

Zu den Besuchsstationen gehören unter anderem die Experimentelle Fabrik in Magdeburg, das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF Magdeburg sowie das Institut für Kompetenz in AutoMobilität (IKAM) im Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) Barleben.

Die Delegation folgt einer Einladung der Industrie- und Handelskammer Magdeburg und der Landesregierung. Vereinbart worden war der Besuch während der Reise einer sachsen-anhaltischen Wirtschaftsdelegation Ende vergangenen Jahres in Krasnodar. Die IHK unterhält dort seit 2009 eine Repräsentanz. Auf einer Kooperationsbörse hatten sich 18 Firmen aus Sachsen-Anhalt – vom Maschinen- und Anlagenbau über Holzindustrie und Bauwirtschaft bis zur Ernährungsbranche – präsentiert.

Die Region Krasnodar ist dreieinhalb Mal so groß wie Sachsen-Anhalt und hat mehr als fünf Millionen Einwohner. Die rund 1500 Kilometer südlich von Moskau gelegene Region gehört zu den dynamischsten und wirtschaftlich am stärksten entwickelten Gebieten Russlands, deren Wirtschaftsstruktur der sachsen-anhaltischen sehr ähnlich ist. Raffinerien sowie große Betriebe zur Herstellung von Werkzeugen und Landwirtschaftsmaschinen bestimmen das Bild am Fluss Kuban ebenso wie die Landwirtschaft. Das im Süden der Region gelegene Sotschi ist Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014. In diesem Zusammenhang stehen umfangreiche Investitionen an, von denen vor allem Baubetriebe profitieren könnten.