Berlin (AFP/VS) l Smartphones werden in Deutschland mittlerweile stärker genutzt als herkömmliche Handys. 55 Prozent aller Bundesbürger ab 14 Jahren verwendeten mindestens gelegentlich ein Smartphone, nur noch 52 Prozent griffen auf ein gewöhnliches Mobiltelefon zurück, teilte am Montag in Berlin der Branchenverband Bitkom unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage mit. Vor einem Jahr hätten sich erst 41 Prozent der Deutschen als Smartphone-Nutzer bezeichnet, Handys hätten hingegen leicht höher in der Gunst der Verbraucher gestanden als jetzt.

"Das Smartphone ist in kürzester Zeit zum wichtigsten Begleiter des privaten und beruflichen Alltags geworden", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Besonders beliebt sind Smartphones bei jungen Nutzern: 84 Prozent der Zwölf- bis 13-Jährigen und 88 Prozent der 16- bis 18-Jährigen besitzen ein solches Gerät.

Für mehr als die Hälfte aller Nutzer sind die Geräte zu einem unverzichtbaren Begleiter geworden: 61 Prozent der Befragten erklärten, "gar nicht" auf ihr Smartphone verzichten zu können. Bei den Unter-30-Jährigen ist es demnach sogar für 74 Prozent unverzichtbar. "Leicht" auf ihr Smartphone verzichten könnten lediglich fünf Prozent aller Nutzer. Damit sind die Geräte laut Bitkom weit wichtiger für ihre Besitzer als andere Hightech-Apparate wie etwa herkömmliche Handys, Laptops oder PCs. Einzig Tablet-Computer hätten eine ähnlich hohe Bedeutung für ihre Besitzer wie das Smartphone.

Laut einer aktuellen Studie der Universität Bonn verbringen junge Menschen im Schnitt rund drei Stunden am Tag am Smartphone.