Berlin/Magdeburg. Die Grüne Woche war für Sachsen-Anhalts Aussteller ein voller Erfolg. "Wir hatten diesmal keinen Leerlauf, unsere Halle war immer voll, ich schätze, dass wir zehn Prozent mehr Besucher hatten", sagte gestern Agrarmarketingchef Thomas Lange.

Dreiviertel der Aussteller meldeten ein Umsatzplus von 5 bis 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 90 Prozent seien mit dem Verlauf der Messe zufrieden. Laut Lange haben die Nahrungsmittelhersteller aus Sachsen-Anhalt auf der Grünen Woche in Berlin unter anderem 14 000 Brote, eine Tonne Käse, 2500 Portionen Erbsensuppe, zwei Tonnen Süßigkeiten und 1,2 Tonnen Baumkuchen verkauft.

Beim Café Wiecker summierten sich die Portionen Krustenbraten auf eine Tonne, Zörbiger reichte rund 4000 Gläser Konfitüre über die Theke und Halberstädter rund 5000 Würstchen. Bei Rotkäppchen wurden an die 25 000 Gläser Sekt ausgeschenkt, die Brauer zapften 17 000 Glas Bier. Beim Ziegenhof Rodersdorf sind mehrere Gastronomen auf die Marke Harzer Vorlandziege aufmerksam und im Betrieb vorstellig geworden, auch der Geflügelhof Gentz aus Parchen (Genthin) konnte auf der Messe Geschäftskontakte herstellen.

Insgesamt hatte die Grüne Woche 410 000 Besucher, 10 000 mehr als im Vorjahr. Im Schnitt hat jeder Besucher 110 Euro ausgegeben, 4 Euro mehr als 2010. An den zehn Messetagen präsentierten 1632 Aussteller aus 57 Ländern ihre Produkte in den Hallen unter dem Berliner Funkturm.