Berlin (dpa). Zur Lösung des Tarifkonflikts mit der Lokführergewerkschaft GDL hat die Deutsche Bahn einen "runden Tisch" vorgeschlagen. Daran sollten sich auch die sechs großen privaten Güterbahnen sowie die sechs großen regionalen Privatbahnen beteiligen, schlug Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber in einem Brief an den GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky vor.

Beide Seiten nahmen gestern in Berlin ihre Verhandlungen über einen Rahmentarifvertrag für alle Lokführer sowie Einkommenserhöhungen wieder auf. Vor Beginn der Verhandlungsrunde drohte Weselsky erneut mit Streik. Die Bahn habe ein neues, 30-seitiges Angebot vorgelegt, das es jetzt zu prüfen gelte, sagte er. Sollte es nicht die Erwartungen der GDL erfüllen, "dann gehe ich davon aus, dass wir Arbeitskampf machen", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende. Die Bundestarifkommission der GDL will den Verhandlungsstand am Donnerstag bewerten. Dann könnte das Gremium zu Streiks aufrufen.