Berlin (dpa) l Reisenden droht zum Ende der Sommerferien Ungemach: Bei der Lufthansa wollen die Piloten im Tarifstreit um die Frühverrentung die Arbeit niederlegen. Wann und wie lange die Flugkapitäne streiken werden, war am Montag aber weiter unklar. Die Lufthansa wollte Arbeitsniederlegungen in letzter Minute abwenden. Auch im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn ist bislang keine Lösung in Sicht.

In der Auseinandersetzung mit den Piloten forderte die Lufthansa eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. "Wir sind konsensbereit und suchen einen Kompromiss", sagte Lufthansa-Personalvorstand Bettina Volkens. Sie forderte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit auf, eine gemeinsame Lösung zu finden. Zugleich betonte die Lufthansa aber, der Konzern sehe sich für mögliche Streiks gerüstet. Die Airline werde einen Sonderflugplan entwickeln, um wesentliche Strecken aufrechtzuerhalten.

Hintergrund der Streiks ist ein Streit über die Übergangsrente für die Piloten. Deshalb hatte es bereits im April massive Flugausfälle gegeben. Wann und wie lange die Flugkapitäne streiken werden, war am Montag weiter unklar.

EVG fordert sechs Prozent mehr Lohn

Auch bei der Deutschen Bahn brodelt es: In dem festgefahrenen Konflikt geht es zum einen um Entgeltsteigerungen für Bahn-Beschäftigte, zum anderen um die künftige Form der Zusammenarbeit der beiden Gewerkschaften GDL und EVG. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) forderte am Montag unterdessen sechs Prozent mehr Lohn.

Die Lokführergewerkschaft GDL will ihrerseits auch für andere Bahn-Beschäftigte verhandeln und damit in die Domäne der EVG vordringen. GDL-Chef Claus Weselsky hatte am Wochenende einen neuen Vorschlag der Bahn zu einem Kooperationsabkommen mit GDL sowie EVG abgelehnt und von einer "Provokation" gesprochen. Ratgeber

 

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