Halle (dpa) l Die Übernahme der belgischen Tochter Bouchard und hohe Rohstoffpreise haben der Halloren Schokoladenfabrik in Halle hohen Verlust beschert. Er betrug im ersten Halbjahr 3,35 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,74 Millionen Euro.

Besonders nicht ausgelastete Produktionskapazitäten bei der belgischen Tochter und die Beschaffungskosten für den Hauptrohstoff Kakao hätten das börsennotierte Unternehmen spürbar belastet. Der Umsatz stieg dagegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 46 Millionen Euro - hauptsächlich durch höhere Exporte, wie Vorstandschef Klaus Lellé sagte.

"Der stärkste Absatz von Schokolade ist aber traditionell im zweiten Halbjahr, besonders in der Vorweihnachtszeit", sagte er. Er rechne deshalb für 2014 insgesamt mit einer Umsatzsteigerung um sechs Prozent auf 125 Millionen Euro und einem positiven Ergebnis von 2,2 Millionen Euro.

Das Exportgeschäft besonders in Asien soll Lellé zufolge weiter ausgebaut werden. Ziel seien Länder wie Südkorea, Japan und China. Halloren liefert in 50 Länder. Die Halloren-Gruppe hat 600 Beschäftigte mit Standorten in Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Zum Sortiment gehören 180 Schokoladenprodukte.