Magdeburg (dpa) l Der Verzehr von Wildschweinfleisch aus Sachsen-Anhalt ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Magdeburg unbedenklich. In Sachsen ist das Fleisch erlegter Wildschweine dagegen auch 30 Jahre nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl zum Teil noch so radioaktiv verstrahlt, dass es nicht verkauft werden darf.

Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen-Anhalt 14 Fleischproben auf das radioaktive Cäsium-137 untersucht. Sie enthielten maximal 28 Becquerel pro Kilogramm. Das liegt deutlich unter dem Grenzwert für Lebensmittel von 600 Becquerel pro Kilogramm.

Zum Vergleich: In Sachsen wurde der Grenzwert bei 297 von 752 Proben überschritten. Im südlichen Vogtlandkreis sind die Jäger seit September 2012 verpflichtet, erlegte Wildschweine untersuchen zu lassen.