Frankfurt/Main (dpa) l Trotz des Pilotenstreiks bringt die Lufthansa an ihrem wichtigsten Drehkreuz Frankfurt am heutigen Dienstag gut die Hälfte der geplanten Interkontinentalflüge in die Luft. Von 57 Abflügen im Streikzeitraum zwischen 8 und 23 Uhr sagte die Fluggesellschaft 25 Verbindungen ab. 32 Maschinen könnten voraussichtlich verkehren, von denen wiederum 26 von freiwilligen Piloten geflogen würden, teilte das Unternehmen mit.

Die Lufthansa übte heftige Kritik an der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Die fortgesetzten Streiks der Vereinigung Cockpit verursachten einen Schaden mit nicht absehbaren Folgen für alle 120000 Beschäftigten, sagte Kay Kratky, Mitglied des Lufthansa-Passage-Vorstands. "Wir entschuldigen uns bei unseren Gästen ausdrücklich für das Vorgehen der Gewerkschaft, die als einzige Tarifpartei kompromiss- und rücksichtslos die Wahrung ihrer Besitzstände durchsetzen will."

Insgesamt wurden 48 Überseeflüge gestrichen, darunter 15, die noch am Montag in Richtung Frankfurt hätten starten sollen. Die Lufthansa versucht im Streikfall stets, die Flüge so zu organisieren, dass der Betrieb möglichst schnell wieder normal laufen kann.