Vermutlich in fränkischen Klöstern nahm die traditionsreiche Geschichte des Lebkuchens ihren Anfang: Abgeschirmt von der Öffentlichkeit wurde nach streng geheim gehaltenen Rezepturen und unter Beimengen von erlesenen Zutaten der "Lebkuchen" geboren. Es waren auch die Nonnen und Mönche, die im Mittelalter erstmals die "hostia oblata" - das geweihte Messopfer - als Unterlage für den Lebkuchenteig nutzten. Von Generation zu Generation überliefert, werden die Rezepturen für Oblaten-Lebkuchen bis heute in der Lebküchnerei angewandt. Das älteste, schriftlich überlieferte Lebkuchen-Rezept stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Noch heute bildet die Oblate den "Unterbau" für die feine Leckerei. Ihren intensiven Geschmack erhalten die Oblaten-Lebkuchen durch edle Gewürze aus aller Welt: Anis aus Ägypten, Nelken aus Madagaskar, Ingwer und Kardamom aus Indien, Muskatblüten aus Sumatra, Piment aus Mexiko und Zimt aus Sri Lanka veredeln das feine Backwerk zu einer besonderen Spezialität.