München (dpa) l "Think of all the Lebkuchen and Glühwein, you will get", heißt es bei den US-Amerikanern. Ob in den USA, Asien oder im europäischen Ausland - die deutsche Weihnacht gilt vielerorts als Inbegriff von Besinnlichkeit und Atmosphäre. Auch Veranstalter und Schausteller haben das längst erkannt. Das deutsche Original wird weltweit kopiert und ist ähnlich wie das Münchner Oktoberfest ein Erfolgsmodell.

Allein in den USA werden deutsche Weihnachtsmärkte in Chicago, Pittsburgh, Baltimore, New York oder Denver veranstaltet. Sie locken mit "authentischer Atmosphäre" und typisch deutschen Produkten. "Für alle diejenigen, die nicht nach Deutschland fliegen können, um das Original zu erleben", heißt es in den Ankündigungen im Internet. So hängt auch über den Christkindlmärkten im Ausland der Duft von Glühwein, Bratwürstchen und gebrannten Mandeln.

In Shanghai in China wird in diesem Jahr ein großer deutscher Weihnachtsmarkt veranstaltet, zu dem rund 500000 Besucher erwartet werden. Das japanische Osaka lockt mit einem Christkindl-Market im "german style".

"In der Tat, die deutschen Weihnachtsmärkte sind ein Exportschlager. Auch wir merken in den letzten Jahren mehr und mehr, dass sie an vielen Orten der Welt großes Interesse finden", betont Hermann Bühlbecker, Alleininhaber der Aachener Lambertz-Gruppe, nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Herbst- und Weihnachtsgebäck.Die Produzenten der Handwerkskunst im Erzgebirge sprechen ebenso von positiven Effekten wie die Hersteller des auch im Ausland inzwischen sehr beliebten Glühweins. Für die Richard Glässer GmbH aus dem erzgebirgischen Seiffen sind die USA mittlerweile zum wichtigsten Exportmarkt geworden.Vor allem der Nürnberger Christkindlesmarkt, der in diesem Jahr wieder mehr als zwei Millionen Besucher erwartet, ist inzwischen Modell für eine ganze Reihe von Weihnachtsmärkten. Das Nürnberger Christkind eröffnete jahrelang den Weihnachtsmarkt in Chicago, in diesem Jahr war es in Baltimore und Philadelphia.