Die Sieger des Hugo-Junkers-Preises 2014
Innovativstes Vorhaben der Grundlagenforschung: Wissenschaftler der Uni Halle-Wittenberg für sichere und kostengünstige Tierimpfstoffe auf Hefebasis.

Innovativste Projekte der angewandten Forschung: Wissenschaftler der Uni Magdeburg für den weltweit leichtesten, kompaktesten und kostengünstigsten Radnabenmotor für Elektroautos.

Innovativste Produktentwicklung: Magdeburger Industriearmatur-Manufaktur GmbH für die Entwicklung von innovativen Industriearmaturen, die weltweit nachgefragt werden.

Innovativste Allianz: Wissenschaftler der Uni Magdeburg sowie das Medizintechnik-Unternehmen Dornheim Medical Images GmbH aus Magdeburg für ein Verfahren, mit dem Operationsmodelle zum Erlernen, Trainieren und Planen komplexer Ohroperationen hergestellt werden können.

Sonderpreis Ressourceneffizienz: Luftfahrtzulieferer P-D Aircraft Interior GmbH aus Bitterfeld-Wolfen und das Fraunhofer IWM Halle für ein energiesparendes und umweltschonendes Verfahren zur Herstellung von Flugzeugteilen aus speziellen Faserverbund-Kunststoffen. (ba)

Magdeburg l "Das macht uns so schnell keiner nach", sagt Roland Kasper immer, wenn er über den Motor spricht, den er an der Universität Magdeburg entwickelt hat. Kaspers "E-Power-Wheel" gilt als der weltweit leichteste, kompakteste und kostengünstigste Radnabenmotor für Elektroautos. Am Montagabend sind Kasper und seine Mitstreiter mit dem Hugo-Junkers-Preis in der Kategorie "Innovativstes Projekt der angewandten Forschung" ausgezeichnet worden.

Zwölf Unternehmer und Wissenschaftler des Landes wurden in den vier Hauptkategorien innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung, innovativste Projekte der angewandten Forschung, innovativste Produktentwicklung und innovativste Allianz für ihre Entwicklung prämiert. Zusätzlich wurden drei Bewerber mit dem Sonderpreis für Ressourceneffizienz geehrt. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 90000 Euro dotiert und wurde bereits zum 24. Mal vom Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft vergeben.

"Innovative Ideen und Lösungen sind die wesentliche Grundlage für wissenschaftliche Exzellenz, wirtschaftlichen Erfolg und zukünftiges Wachstum. Wer hier mithalten möchte, muss den Mut und das unternehmerische Gespür haben, neue Wege zu gehen und heute die Trends auf den Märkten von morgen erkennen", erklärte Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU).

122 Bewerber haben in diesem Jahr an dem Wettbewerb teilgenommen, darunter 72 aus den Universitätsstandorten Magdeburg und Halle. Damit hat sich die Bewerberzahl im Vergleich zu 2013 verdoppelt.