Nürnberg (dpa) l Sparen lohnt nicht, also wird mehr ausgegeben: Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist vor dem Start ins neue Jahr so gut wie lange nicht mehr. Die Bürger erwarteten, dass die Wirtschaft bald wieder anziehe, erläuterte das Marktforschungsinstitut GfK am Freitag in Nürnberg. Auch seien sie bereit, mehr Geld für größere Anschaffungen auszugeben. Gestützt wird dies durch eine rapide abnehmende Sparneigung und die niedrige Inflation. Der Konsumklimaindex stieg trotz eines kleinen Dämpfers bei der Einkommenserwartung von 8,7 Punkten für Dezember auf 9,0 Zähler für Januar. Besser war die Verbraucherstimmung zuletzt vor acht Jahren.

Mitten im Weihnachtsgeschäft nahm auch die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen zu. Ein Hauptgrund dafür sind die einbrechenden Energiepreise. "Was ich einspare an Heizöl und Benzin, steht mir an anderer Stelle für Ausgaben zur Verfügung", erläuterte GfK-Experte Rolf Bürkl. Auch die niedrige Inflation unterstützt derzeit den Konsum: Wenn die Verbraucherpreise kaum zulegen, verringert sich auch die Kaufkraft nur wenig. Bei gleichzeitig steigenden Löhnen bleibt letztlich sogar mehr im Portemonnaie übrig.