Berlin (dpa) l Die deutschen Airlines sind der internationalen Konkurrenz im vergangenen Jahr hinterhergeflogen. Gemessen an verkauften Personenkilometern verzeichneten sie ein Wachstum von 2,3 Prozent, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Weltweit lag das Plus dagegen bei 5,9 Prozent, in Europa insgesamt bei 5,8 Prozent. Auch die deutschen Flughäfen schnitten im internationalen Vergleich demnach schwächer ab.

Gründe sieht der Verband in der Luftverkehrssteuer, den eingeschränkten Betriebszeiten deutscher Flughäfen und hohen Sicherheitsgebühren. Auch Streiks hätten eine Rolle gespielt. Besonders die Luftverkehrssteuer ist der Branche ein Dorn im Auge. Die Gesellschaften hätten bisher rund 2,1 Milliarden Euro an den Fiskus zahlen müssen. Davon hätten sie zum Beispiel 30 neue Flugzeuge vom Typ Airbus A320 kaufen können, sagte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch.

Den wirtschaftlichen Schaden durch Streiks konnte die Branche für 2014 nicht in Gänze beziffern. Allein bei der Lufthansa seien es aber 140 Millionen Euro gewesen.

Die 22 internationalen Flughäfen zählten 2014 rund 208 Millionen Passagiere - drei Prozent mehr als 2013. Meinung