Magdeburg (dpa) l Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalts erhalten vom 1. April an 3,4 Prozent mehr Geld. Außerdem werden für den Zeitraum von Januar bis März einmalig 150 Euro gezahlt, 55 Euro für Auszubildende.

Das sieht der Tarifabschluss vor, auf den sich Arbeitgeber und IG Metall am Dienstag in Magdeburg geeinigt haben. Sachsen-Anhalt übernahm den Pilotabschluss der Metallindustrie in Baden-Württemberg, der auch Altersteilzeit und Weiterbildung regelt, in allen Hauptpunkten, wie die Gewerkschaft mitteilte. Ähnlich waren auch andere Tarifbezirke verfahren.

10000 Beschäftige in Tarif-Unternehmen
Die Laufzeit des Vertrages liegt bei 15 Monaten. Die IG Metall vertritt in Sachsen-Anhalt nach eigenen Angaben rund 10000 Beschäftigte. In der Branche arbeiten landesweit etwa 45 000 Menschen. Viele Firmen orientieren sich am Tarifvertrag.

"Wir haben den hohen Abschluss bei den Entgelten nur akzeptiert, um einen drohenden Arbeitskampf zu verhindern", sagte der Verhandlungsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalts, Heinz Ziesmann. Es werde für viele Unternehmen schwierig werden, diesen Abschluss zu verkraften. "Das ist ein anständiges Tarifpaket, für das die Beschäftigten eindrucksvoll gestritten haben", sagte der Bezirksleiter der IG Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Hartmut Meine.