Magdeburg l Das Baugewerbe in Sachsen-Anhalt erwartet in diesem Jahr eine anhaltend gute konjunkturelle Lage. "Vier von fünf Betrieben beurteilen ihre Geschäftsentwicklung positiv", erklärte Giso Töpfer vom Baugewerbeverband am Montag. Zwei Drittel hätten in einer Verbandsumfrage angegeben, dass ihre Auftragsbücher ausreichend gefüllt seien.

Bereits 2014 konnte das Bauhandwerk, zu dem landesweit rund 400 Betriebe mit durchschnittlich zehn Beschäftigten zählen, Zuwächse verzeichnen. Der Gesamtumsatz stieg um 4,6 Prozent auf 3,25 Milliarden Euro. Besonders stark fiel das Umsatzplus mit 6,3 Prozent beim Wohnungsbau aus, insgesamt setzten die Unternehmen hier 844,2 Millionen Euro um. "Die Leute ziehen vom Land wieder in die Stadt", erklärte Töpfer. Angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen lohne es sich auch weiterhin, in Beton zu investieren.

Schwächer entwickelt habe sich dagegen der Wirtschaftsbau, hier sank der Umsatz um 3,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. "Sachsen-Anhalt ist mit seiner gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nicht gerade ein Leuchtturm, das zeigt sich dann auch an der geringen Bautätigkeit im Wirtschaftssektor", so Töpfer. Problematisch fürs Baugewerbe sei zudem weiterhin der Fachkräftemangel. Jeder zweite Betrieb sei auf der Suche nach Mitarbeitern.