Nürnberg (AFP) l Förderprogramme für Arbeitslose zahlen sich einer Studie zufolge für die Betroffenen meist aus. In der Regel hätten geförderte Arbeitslose nach kurzer Zeit bessere Erfolge auf dem Job-Markt zu verzeichnen als nicht geförderte, heißt es in der Studie, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag vorstellte. Die Ergebnisse der einzelnen Maßnahmen unterschieden sich allerdings deutlich. Bei den Förderprogrammen handelt es sich beispielsweise um Umschulungen, Aktivierungsmaßnahmen und Gründungszuschüsse.

Der Studie zufolge waren Arbeitslose, die 2012 an einer Eingliederungsmaßnahme bei einem Arbeitgeber teilgenommen hatten, im folgenden Jahr durchschnittlich 75 Tage länger beschäftigt als nicht geförderte Erwerbslose. Maßnahmen, die nicht von einem Arbeitgeber, sondern von einem unabhängigen Träger verantwortet wurden, zeigten keine erkennbaren Effekte auf die weitere Beschäftigung. Bei Weiterbildungen zeigten sich positive Effekte erst zeitverzögert. Erst zwei Jahre nach Förderbeginn waren die Teilnehmer durchschnittlich 19 Tage mehr beschäftigt als nicht geförderte.