Magdeburg l Das Land bietet Heinrich von Nathusius nach Informationen der Volksstimme vor allem Flächen im Süden Sachsen-Anhalts als neuen Standort für die Mifa-Fahrradproduktion an. Ob das Werk in Sangerhausen (Landkreis Mansfeld-Südharz) bleibt, ist aber fraglich. Der Erschließung eines geplanten Gewerbegebietes an der A 38 stehen seit Jahren Umweltschützer im Wege, die ein Aussterben der dort lebenden Feldhamster befürchten.

Heinrich von Nathusius kündigte am Donnerstag an, den Mifa-Standort im Zentrum Sangerhausens verlassen zu wollen. Hohe Mieten und fehlender Platz für den Ausbau des Werkes seien die Gründe für diesen Schritt. Das derzeitige Mifa-Werk liegt inmitten eines Wohngebietes.

Von Nathusius will mit der Fahrradschmiede schnellstmöglich Gewinne erzielen. Dafür muss die Produktivität gesteigert werden. Von Nathusius plant künftig in drei Schichten die Zweiräder herzustellen. Eine Belieferung durch Lastwagen rund um die Uhr sei im Wohngebiet nicht machbar, sagte von Nathusius.

Für den Landkreis sind die Umzugspläne von Mifa ein Desaster. Erst im vergangenen Jahr bezahlte der Kreis 5,7 Millionen Euro und kaufte die Firmengrundstücke. Über Mietzahlungen sollte das Geld zurückgeholt werden. Der Mifa-Rückzug würde in den Haushalt ein großes Loch reißen.