Magdeburg (js) l Die Fernbusunternehmen vermelden nach dem erneuten Streik der Lokführer eine rasant steigende Nachfrage. "Wir haben zeitweilig ein Buchungsplus von 150 Prozent", sagt Marie Gloystein von "Mein Fernbus" in Berlin. Das Unternehmen bietet auch Linien in Sachsen-Anhalt an. So von Magdeburg nach Leipzig, München, Berlin, Braunschweig, Wernigerode/Goslar oder Hamburg.

Die günstigsten Tickets gibt es für eine Hin- und Rückfahrt nach Leipzig zum Beispiel ab 14 Euro. Sind diese vergriffen, steigen die Preise. Zusatz-Busse würden "spontan nach Bedarf" eingesetzt, sagte Gloystein. Wie stark die Busse ausgelastet sind, sagt das Unternehmen allerdings nicht.

Auch die regionalen Busunternehmen der Landkreise sind auf einen größeren Zulauf eingestellt. Vor allem auf den Linien von Magdeburg nach Burg sowie nach Wolmirstedt und zwischen Bernburg und Könnern werden an Bahn-Streiktagen mehr Fahrgäste gezählt, teilte der Verkehrsverbund "marego" mit.

Es muss aber niemand Angst haben, keinen Platz mehr zu bekommen. "Wir haben genügend Kapazitäten", sagte Sprecherin Jenny Schröder. Zusatzbusse sind daher bislang nicht eingeplant. Linien und Fahrzeiten des Marego-Verbundes sind im Internet abrufbar . Informationen über Bus- und Bahnfahrten in ganz Sachsen-Anhalt gibt die Nahverkehrsgesellschaft des Landes über ihr Insa-Portal.

Wer auf Bus oder Auto umsteigt, muss auf einigen Strecken mehr Zeit einplanen. Vor allem für die A14 rechnet der ADAC mit Staus. Auf dieser Autobahn wird bei Bernburg sowie bei Halle der Beton durch Asphalt ersetzt. An den Baustellen ist es eng. Beide Fahrtrichtungen sind betroffen. "Die Auswirkungen des Bahnstreiks werden aber auch in und um Magdeburg zu merken sein", sagte ADAC-Sprecherin Christine Rettig. "Am besten, einige Minuten früher starten, um den Stress zu begrenzen."