Im Januar ist die Arbeitslosigkeit spürbar gestiegen. Kündigungen zum Jahresende und das Winterwetter wirken sich aus. Aber die Zahlen liegen deutlich unter Vorjahresniveau. "Der Aufschwung ist intakt", schätzte gestern Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) ein. "Wir haben eine bessere Startposition als im Januar 2010", sagte Magdeburgs Agentur-Geschäftsführer Lutz Bartel.

Magdeburg. Bartel sieht eine gute Chance, dass die insgesamt positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fortgeschrieben werden kann. "Im März, spätestens im April werden wir weitere Fortschritte sehen." Den Optimismus zieht er aus den Stellenzugängen. Im Januar seien im Agenturbezirk Magdeburg 1123 offene Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet worden, 390 mehr als im Januar 2010. Bis auf das Gastgewerbe ist in allen Sparten eine steigende Arbeitskräftenachfrage zu spüren.

Besonders schnell fanden während des wirtschaftlichen Aufschwungs Frauen und Männer zurück in einen Job, die weniger als sechs Monate arbeitslos waren. Ihre Zahl verringerte sich im Agenturbezirk zum Vorjahr um 13,5 Prozent auf 8125. Die Zahl derer, die zwischen einem halben und einem Jahr arbeitlos waren, sank um 11 Prozent auf 1571. Bei jenen, die zwischen einem und zwei Jahren auf der Suche nach Beschäftigung waren, tat sich dagegen wenig. "Hier müssen wir verstärkt Eingliederungszuschüsse und Qualifizierungen nutzen, um die Betreffenden wieder in Arbeit zu bringen", so Bartel.

In Sachsen-Anhalt waren im Januar 156 700 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 21 400 mehr als im Dezember, aber 17 400 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 13,0 Prozent. Im Januar 2010 waren 14,1 Prozent gemeldet worden.