Magdeburg. Aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt und des traditionellen Neujahrsempfangs im Kongress- und Kulturwerk Fichte in Magdeburg hat Kammerpräsident Jörg Herrmann eine positive Bilanz der Arbeit der Kammer in den vergangenen Jahren gezogen.

Mit 2200 Kammermitgliedern und mehr als 100 ehrenamtlich Tätigen sehe er ein Hauptziel darin, "Ingenieure mit Kompetenz der Ingenieurkammer zur richtigen Zeit am richtigen Ort für wichtige Entscheidungen zu haben und dadurch einen Mehrwert zu generieren", sagte Herrmann vor rund 600 Gästen, unter ihnen Ministerpräsident Wolfgang Böhmer und Landtagspräsident Dieter Steinecke (beide CDU) sowie mehrere Landesminister.

Im Grußwort der Landesregierung hob Böhmer die gute Partnerschaft zwischen Landesregierung und Kammer hervor. In enger Zusammenarbeit mit der Landesregierung übernehme die Kammer bei der Qualitätssicherung des Ingenieurberufes und beim Schutz der Berufsbezeichnung "Ingenieur" eine wichtige Rolle, sagte der Ministerpräsident. Zentrale Herausforderung sei es, die Forschungsausgaben der privaten Wirtschaft in Sachsen-Anhalt zu steigern, unterstrich Böhmer. Ein gemeinsames Innovationsprogramm von Wirtschafts- und Kultusministerium solle das Forschungsdefizit mildern. Es sei ausgerichtet auf die Stärkung der Innovationsfähigkeit, den Ausbau der Wertschöpfung, eine Verbreiterung der Unternehmensbasis sowie die Sicherung des Fachkräftebedarfes. Landtagspräsident Steinicke würdigte in seiner Rede "das politische und gesellschaftliche Engagement" der Ingenieurkammer und ihrer Mitglieder.

Zugunsten der Betroffenen des tragischen Zugunglücks von Hordorf überwies die Ingenieurkammer eine Spende von 1000 Euro.