Magdeburg/Bad Lauchstädt (dpa). Für die Bad Lauchstädter Heil- und Mineralbrunnen GmbH wird intensiv nach Investoren gesucht. Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) ist die Rettung der Traditionsfirma schon ein gutes Stück vorangekommen. Mit dem jetzt eingeleiteten vorläufigen Insolvenzverfahren könnten die Anliegen der potenziellen Investoren geordnet bearbeitet werden. Das Ministerium habe dem vorläufigen Insolvenzverwalter der Firma jegliche Unterstützung zugesagt, sagte Haseloff am Freitag. Dazu gehöre auch die Vermittlung von Interessenten, von denen sich einige gemeldet hätten.

Der vorläufige Insolvenzverwalter rechnet nach eigenen Angaben nicht mit einer schnellen Lösung für die Firma, deren Produktion seit Ende 2010 ruht. Mittelfristig sei er aber optimistisch, was den Erhalt des Brunnens und eine Wiederaufnahme der Produktion betrifft, betonte Dieter Kühne von der bundesweit tätigen Anwaltskanzlei Kübler. Nach Angaben des Amtsgerichts Halle wurde am 9. Februar das vorläufige Insolvenzverfahren eingeleitet, Kühne wurde als vorläufiger Verwalter bestellt.

Das 1905 gegründete Unternehmen aus Bad Lauchstädt (Saalekreis) hat den Angaben zufolge rund 30 Beschäftigte. Kühne wolle die Suche nach Investoren vorantreiben. Die Qualität des Wassers und der Name des Unternehmens mache es attraktiv. Bei Bedarf könne die Produktion innerhalb kurzer Zeit wieder aufgenommen werden. Wirtschaftsminister Haseloff sagte: "Wir werden auch weiterhin alles versuchen, um die Arbeitsplätze der Beschäftigten und die traditionsreiche Marke zu erhalten." Jegliche Neugründung werde das Land auch durch eine Förderung begleiten.