Düsseldorf (dpa). Die Rettung der schwer angeschlagenen WestLB droht in letzter Sekunde zu scheitern: Einen Tag vor Ablauf des Brüsseler Ultimatums zum Umbau der Bank ist völlig unklar, wer die Milliardenkosten dafür tragen soll. Der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die NRW-Sparkassen streiten darum, wer welchen Beitrag leistet. Sollten die Gespräche platzen, schlittert die WestLB auf ihre Abwicklung zu. Erstmals würde in der Finanzmarktkrise eine große deutsche Bank verschwinden.

In Krisengesprächen ringen der Bund und die WestLB-Eigentümer bis zur letzten Minute um eine Einigung. Heute muss in Brüssel ein neuer Sanierungsplan mit einem tragfähigen Geschäftsmodell vorgelegt werden. In die Verhandlungen hat sich auch die Bankenaufsicht eingeschaltet.

Bei einem Krisentreffen in Berlin am Sonntagabend wurde kein Durchbruch erzielt. Im Gegenteil, laut Verhandlungsteilnehmern befinden sich die Gespräche in der Sackgasse. Auch gestern wurde mit Hochdruck nach einer Lösung gesucht.