Magdeburg (ts). Nachdem die Gesundheitshandwerker in Sachsen-Anhalt in der Tradition Martin Luthers auf der ersten Gesundheitskonferenz des Handwerkstages Sachsen-Anhalt Thesen für eine zukunftsweisende Gesundheitspolitik an eine Tür genagelt hatten, übergaben sie diese jetzt in Berlin an Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP).

Die Gesundheitshandwerker, zu denen Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädie- schuhmacher, Orthopädietechniker, Zahntechniker gehören, fordern unter anderem die Aufgabe der Selektivverträge und faire Preisverhandlungen mit den Krankenkassen auf Augenhöhe. Zudem müsse für alle Gesundheitshandwerke die Mehrwertsteuer verbindlich und nachvollziehbar geregelt werden. So fordert das Gesundheitshandwerk die Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf sieben Prozent.

Die Gesundheitshandwerker kritisieren "das Nachfragemonopol der Krankenkassen und den durch die Krankenkassen willkürlich festgelegten bürokratischen Aufwand". Die dadurch entstehenden Kosten würden zu Lasten der Patientenversorgung gehen.