#NULL#Magdeburg (ts). Die Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalts (AWSA) unterstützen die Forderung von Wirtschaftsminister Rainer Haseloff (CDU), dass sich Studiengänge stärker am Bedarf im Land ausrichten müssen.

Aus einer Studie "Bedarf an Hochschulabsolventen in Sachsen-Anhalt" in Unternehmen aus 15 Wirtschaftszweigen des Landes wird deutlich, dass Absolventen der Fachrichtungen Informatik, Wirtschaftswissenschaft und Maschinenbau in den vergangenen drei Jahren besonders begehrt waren, erklärte AWSA-Präsident Klemens Gutmann in Magdeburg. "Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen konnte dabei offene Akademiker-Stellen nicht oder nur schwer besetzen - insbesondere bei Informatik- und Maschinenbau-Ausschreibungen. Absolventen-Bedarf gebe es vor allem in den Fachrichtungen Maschinenbau, Wirtschaftswissenschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik sowie Bauingenieurwesen."

Gutmann widersprach der Kritik des Präsidenten der Landesrektorenkonferenz Armin Willingmann an den Forderungen des Ministers. "Hochschulen und Universitäten sind in der Mitverantwortung, sich im Angebot und der inhaltlichen Ausgestaltung ihrer Studiengänge auch an diesen regionalen Bedarfen zu orientieren", betonte Gutmann. So gebe es eine Reihe von Studiengängen, für die in Sachsen-Anhalt in der Vergangenheit und voraussichtlich bis auf weiteres keine oder kaum Arbeitsplätze vorhanden sein werden: "Den Studienanfängern sollte die Hochschule in dieser Hinsicht schon in der Eingangsvorlesung reinen Wein einschenken."