Magdeburg (dpa). Die Wassersportmesse "Magdeboot" hat bis zum gestrigen Abschluss weniger Besucher gezählt als im Vorjahr. Die neuesten Trends im Wassersport und auf Booten schauten sich nach Messeangaben an drei Tagen rund 8000 Gäste an. Das waren 500 Besucher weniger als 2010. Die Zahl der Erstbesucher und der ausgestellten Yachten sei jedoch um mehr als ein Viertel gestiegen, hieß es. In diesem Jahr seien auch mehr Aussteller gekommen. Die "Magdeboot" habe sich als Leitmesse für Wassersport in Mitteldeutschland etabliert. Vertreter der Branche forderten freie Fahrt für den Tourismus in Sachsen-Anhalt. Experten aus Wirtschaft und von Verbänden beklagten nach Messeangaben zu viele ungelöste Probleme, obwohl die Zahl der Nutzer in den vergangenen Jahren rasant gestiegen sei. So sei etwa das Kitesurfen im Land verboten, aber nicht alle Wassersportler hielten sich daran. Das Fahren mit Wassermotorrädern, sogenannte Jet-Bikes, sei nur an bestimmten Abschnitten auf der Elbe erlaubt. Außerdem müsse der Geiseltalsee rasch für die Nutzung freigegeben werden.

Für das "Blaue Band", eine Werbekampagne für den Wassertourismus in Sachsen-Anhalt, sei das Marketing bisher unbefriedigend, hieß es außerdem. Dafür seien zwar 50 Projekte mit einer Gesamtinvestition von 100 Millionen Euro realisiert worden. Für Gäste fehle es aber an buchbaren Angeboten in der Region.