Halle (dpa). Die börsennotierte Halloren Schokoladenfabrik AG aus Halle will 2011 ihre Produktion weiter ausbauen und im Exportgeschäft zulegen. Rund sechs Millionen Euro werden investiert, wie Vorstandsvorsitzender Klaus Lellé gestern bei der Vorlage der Bilanz für 2010 in Halle sagte. Der Umsatz soll um rund 7 Prozent auf knapp 65 Millionen Euro gesteigert werden, der Gewinn ähnlich wie 2010 ausfallen.

Geplant ist, die Fertigung von Hohlkörpern aus Schokolade wie Osterhasen und Weihnachtsmänner in Cremlingen (Niedersachsen) für rund 2,5 Millionen Euro zu erweitern. Im Herbst soll dafür eine neue Produktionsstätte in Betrieb gehen. Rund zwei Millionen Euro werden in Gebäude, Maschinen und Anlagen in das Werk in Delitzsch (Sachsen) sowie rund 1,5 Millionen Euro in den Stammsitz Halle an Investitionen fließen.

2010 habe Halloren trotz eines schwierigen Umfeldes mehr Süßes verkauft. Der Umsatz stieg im Vergleich zu 2009 um 15 Prozent auf 60,65 Millionen Euro, sagte Lellé. Dies sei ein Rekord. Seit dem Börsengang 2007 habe das Unternehmen seinen Umsatz verdoppelt und sein Umsatzziel von 57 Millionen Euro für 2010 überboten. "Das ist eine sehr, sehr positive Entwicklung", sagte Lellé. Unterm Strich habe Halloren 2010 einen Gewinn von 1,56 Millionen Euro erwirtschaftet. Laut Finanzvorstand Andreas Stuhl waren das 60 000 Euro mehr als 2009. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das war ein hartes Stück Arbeit", sagte er. Den Aktionären soll eine Dividende von 0,33 Euro je Aktie gezahlt werden.