Mit einem eigenen Gemeinschaftsstand präsentiert sich Sachsen-Anhalt vom 10. bis 13. Mai erstmals auf der Messe "transport logistic" in München. 29 Aussteller bewerben das Bundesland als Logistik-standort mit Zukunft.

Magdeburg. "Die Zeiten, in denen Logistik nur den Warentransport über Lkw einer Spedition beinhaltete, sind vorbei", sagte Sachsen-Anhalts Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU). Das Land präsentiert sich in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Stand auf der "transport logistic" in München. Vom 10. bis 13. Mai werden 29 Aussteller aus Sachsen-Anhalt vor allem "intelligente Logistik" vermarkten. Wolff: "Neben dem Transport gehören Fragen beispielsweise zu Verpackungen zu den neuen Themen, mit denen sich Logistik-Unternehmen auseinandersetzen müssen."

Dargeboten wurde der Messeauftritt am Hansehafen in Magdeburg. Karl-Heinz Erhardt, Geschäftsführer der Magdeburger Hafen GmbH, möchte in München das unternehmenseigene "Greenport"-Projekt vorstellen, das Stromversorgung über die Windkraftreferenzanlage der Firma Enercon, eine Hybrid-Lok sowie Elektro-Kleinlaster beinhaltet.

"Gespannt, ob das Konzept aufgeht"

Für die Magdeburger Hafen GmbH ist es nicht der erste Auftritt auf der Logistik-Messe. "Aber der erste am Gemeinschaftsstand. Ich bin gespannt, ob das Konzept aufgeht", so Erhardt.

Neben den "klassischen Logistikern" werden auch das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und Automatisierung sowie die Landesentwicklungsgesellschaft für den Logistik-Standort Sachsen-Anhalt werben.

Dass sich das Land nicht hinter der Konkurrenz zu verstecken braucht, stellte Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) fest: "Sachsen-Anhalt liegt im Herzen Deutschlands. Hier ist es Versandhäusern möglich, Waren innerhalb von 24 Stunden in alle Ecken Deutschlands zu versenden."

Webel verzeichnete die Ansiedlung des Otto-Versandzentrums in Haldensleben als Erfolg in der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Ein Erfolg, so Webel weiter, der durch das Logistik-Konzept seines Amtsvorgängers Karl-Heinz Daehre ermöglicht worden sei. Diesen Weg will Daehres Nachfolger beispielsweise mit dem Bau der Autobahn 14 in Richtung Norden in seiner Amtszeit weitergehen.

Sachsen-Anhalt besitze, so Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Wolff, mit Städten wie Halle und Barleben prädestinierte Standorte für Logisitikzentren.

Der Messeauftritt in München wird organisiert von der landeseigenen Logistik-Initiative. Insgesamt werden sich fast 1900 Unternehmen aus 59 Ländern auf der Messe präsentieren. Die 13. Auflage der "transport logistic" wird am Dienstag, 10. Mai, auf dem Gelände der Neuen Messe München eröffnet.

Neben dem landeseigenen Stand laden die 29 Aussteller am Mittwoch, 11. Mai, zum Sachsen-Anhalt-Tag auf das Messegelände. Hier wollen die Organisatoren neben dem Wirtschaftsfaktor ein Stück sachsen-anhaltisches Kulturgut nach München tragen.

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