Frankfurt/Main (dpa). Die Gewerkschaft IG Metall will ihre Tarifpolitik gezielter auf die junge Generation ausrichten. "Ich werde mich dafür starkmachen, dass wir die unbefristete Übernahme in der nächsten Tarifrunde zu einem Top-Thema machen", sagte IG-Metall-Vize Detlef Wetzel gestern in Frankfurt. Dort stellte er eine Kampagne für die Forderungen jüngerer Arbeitnehmer vor. Tarifziele wie die unbefristete Übernahme von Auszubildenden müssten dem IG-Metall-Vizevorsitzenden zufolge bis Herbst festgelegt werden - im Frühjahr 2012 steht die nächste Tarifrunde an. Laut IG Metall sind 47 Prozent aller Neueinstellungen nur befristet.

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall wies diese Darstellung als falsch zurück. "92 Prozent aller Neueinstellungen sind entweder sofort unbefristet oder münden bereits nach kurzer Zeit in eine dauerhafte Festanstellung", sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Sons. "Altbekannten Unkenrufen" ähnelnd, hätten die Aussagen der IG Metall mit der aktuellen Lage in der Branche nichts zu tun. Es gehe aufwärts, junge Menschen hätten "in Wahrheit" beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt.