Halberstadt. Die Panadur GmbH Halberstadt ist mit dem "Innovationspreis der deutschen Wirtschaft" ausgezeichnet worden. Unter insgesamt 320 Bewerbern haben sich die Halberstädter in der Kategorie von Firmenneugründungen (Startup) unter fünf Finalisten durchsetzen können, informierte Geschäftsführer Thomas Moch die Volksstimme. Aus den Händen von Bundes-Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat er die Ehrung in Frankfurt/Main entgegennehmen können. Prämiert wurde die Entwicklung der "Panadur firewall", bei der laut Unternehmensangaben auf den Einsatz gesundheits- und umweltschädlicher Flammschutzmittel generell verzichtet werde.

Eine Kombination von ökologisch abbaubaren Nanopartikeln in Kunststoffoberflächen ermöglicht eine "flammwidrige selbstverlöschende Beschichtung". Die Vorteile dieser Innovation sind, so Moch, dass brandspezifische Eigenschaften wie Brennbarkeit, Rauchentwicklung und Tropfverhalten dadurch verringert werden können, dass eine keramische Schutzschicht gebildet werde.

Wie der Chef des Unternehmens mit 20 Mitarbeitern berichtete, werde derzeit intensiv getestet, wie diese Entwicklung künftig industriell einsetzbar ist. Bei dem Firmenauftritt auf der Kunststoff-Fachmesse in Düsseldorf im Vorjahr habe er eine große Nachfrage nach der Panadur-Entwicklung beobachtet. Moch erwarte, in Kürze die notwendigen Tests in der Industrie gemeistert zu haben.

Ab 2013 dürfen nur noch halogenfreie Materialien als "Flammenhemmer" eingesetzt werden, dieser Anforderung entsprechen die Halberstädter bereits heute. Insofern versprechen sie sich zahlreiche Aufträge und hohe Umsätze.

Wie Thomas Moch erläuterte, könne die "Panadur firewall" überall dort verwendet werden, wo es gilt, Brände zu verhindern und Menschenleben zu schützen. Einsatzgebiete dieser funktionalen Oberfläche wären beispielsweise Automobile, Schiffe und Flugzeuge, ebenso Geräte im Wohnbereich bis hin zu Kongresshallen.