Die 21. Landes-Bau-Ausstellung ist eröffnet. 7000 Quadratmeter sind belegt, rund 130 Unternehmen, Institutionen, Kammern, Verbände und Städte sind bis Sonntag auf dem Magdeburger Messegelände präsent. Vom Stadtumbau bis zum sicheren Eigenheim reichen die Themen bei den Ausstellern und im Vortragsprogramm.

Magdeburg. Es gibt den "kleinen Unterschied" auch beim Bauen. "Frauen bauen anders" – unter diesem Motto haben sich mehrere Firmen auf der Messe zusammengefunden. Kerstin Spitz (Spitz Gruppe aus Bernburg) setzt auf eine praktische Raumaufteilung.

"Junge Leute denken beim Bauen erst einmal daran, dass das Haus schick und groß und das Bad toll gefliest sein soll und vergessen das Praktische", so Spitz. Man müsse jedoch auch beachten, ob man von der Küche zum Esstisch immer durch das halbe Haus laufen will. Bei der Ausstattung mit Steckdosen solle man nicht nur an Heimelektronik, Lampen und Küchengeräte denken, sondern zum Beispiel auch an den Schwibbogen, der im Advent im Fenster leuchten soll. Wo wird sich mehr Leben abspielen, wo sind Ruhebereiche sinnvoll, das sei alles sei zu diskutieren. "Es ist wichtig, sich bei der Planung Zeit zu nehmen", betonte Spitz.

Sabine Dube (Dube Sicherheitsfachgeschäft Schönebeck) berät auf der Messe über Sicherheits-Schließtechnik und über den Schutz von Fenstern und Türen mit Funkalarmanlage und massiven Sperr-Riegeln. Abschließbare Fenstergriffe nützen jedenfalls nichts, wie eine kurze Vorführung mit einem Schraubendreher zeigt. An den Hebelpunkten angesetzt, ist ein nicht zusätzlich geschütztes Fenster ruck, zuck geöffnet. Für 1500 bis 2000 Euro plus Montagekosten könne man sein Haus sicherer machen, sagt Dube.

Dennis Heisinger von intelli freut sich über das Interesse von Messebesuchern an dem Mini-Blockheizkraftwerk für Ein- und Mehrfamilienhäuser mit einem Jahreswärmebedarf von 20 000 bis 40 000 Kilowattstunden. Wenig größer als eine Waschmaschine, kann es im Keller Platz finden. Gespeist wird es mit Erdgas, und neben Wärme kann es auch Strom produzieren – für den Eigenbedarf und zur Einspeisung ins Netz. In Serie gehen soll das Heimkraftwerk der Barleber Firma im Herbst. Etwa 12 500 Euro plus Mehrwertsteuer wird es kosten, so Heisingers Ausblick.

Feuchtes Mauerwerk und Schimmelpilz an Wänden sind Themen, zu denen Sanierungs-berater Frank Brade am Stand der BHS Schreiter & Kroll GmbH Waldheim berät. Interessierten erklärt er, wie mit Hilfe von Kunststoffflüssigkeiten, die sich von Bohrlöchern aus im Mauerwerk verteilen, Kapillaren und Poren imprägniert und dadurch horizontale Sperren gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschaffen werden können. "Bei hohem Druck reicht das aber nicht aus, dann müssen mechanische Sperren eingebaut werden, die das Wasser stoppen", so Brade.

Der Sanierungsberater schwört auf Anstriche und Baustoffe auf Kalkbasis, damit die Wände "atmen", also die Feuchtigkeit abtransportieren können. Bei der Schimmelbekämpfung warnt Brade vor dem alten Hausmittel Essig, "das macht alles noch schlimmer und giftiger". Bei größeren Flächen solle man unbedingt eine Fachfirma zu Rate ziehen.

Die 21. Landes-Bau-Ausstellung ist heute und morgen von 10 bis 18 Uhr geöffnet.